topgrafik
linie
btn-links
  Bornheimer Brunnen - "Hoher Brunnen" GPS: N 50° 07' 43.22'' E 008° 42' 40.95''
leer
leer
leer
grafik-zu-text leer Lutherischer Pfarrer Johann Fester (1787-1860) von St. Johannis in Bornheim setzt sich für Frankfurter Brunnen ein.

Man geht vorbei, man sieht ihn an, man möchte ihn nicht missen: den Hohen Brunnen oben in der Berger Straße/Ecke Alt Bornheim.
Er gehört zum fröhlichen Dorf wie etwa seine Nachbarn, der Ebbelwoi-Solzer oder gegenüber die Kirchnerschule. Kurz, dem steinernen Obelisken schlägt viel Sympathie, meist unbewusste, entgegen. Außerdem jede Menge Abgas-Schwaden rund um die Uhr, Taubenkot von oben, und manch Schmierfink hinterlässt Gekritzel auf dem Stein. Von Sympathie allein wird der Brunnen nicht sauber. Deshalb hat der "Bürgerverein & Förderkreis historisches Bornheim" jetzt einen "Badetag für den Hohen Brunnen" anberaumt.
Zum zweiten Mal in Folge krempeln Vereinsvorsitzender Horst Mundry, Schatzmeister Franz Stein, "Museumsdirektor" Bernhard Ochs sowie weitere Aktive, etwa Friedel Mäuser, Richard Steinmetz und die Archivarin des Vereins, Renate Mundry, die Ärmel hoch.
Sie alle waren jedenfalls im vorigen Jahr dabei, als der bekannte "Bernemer Halblangebrunnen" am Uhrtürmchen auf dem Marktplatz wieder auf Hochglanz gebracht wurde (wir berichteten).
An Zuschauern rundum in den Sommergärten mangelte es damals nicht, aber an Mithelfern.

grafik-zu-text
leer
grafik-zu-text leer Sie alle waren jedenfalls im vorigen Jahr dabei, als der bekannte "Bernemer Halblangebrunnen" am Uhrtürmchen auf dem Marktplatz wieder auf Hochglanz gebracht wurde (wir berichteten). An Zuschauern rundum in den Sommergärten mangelte es damals nicht, aber an Mithelfern. Aus diesem Grunde richtet der Verein diesmal einen Aufruf an "Bornheims Saubermänner und Sauberfrauen aller Altersklassen und Nationalitäten", am kommenden Montag, 16. August, beim Badetag mitzumachen. Auch "alle Eingeplackte (Zugezogene)" lädt Ochs herzlich ein, den Hohen Brunnen vom Dreck zu befreien. Mitzubringen sind am besten Wurzelbürste, Schürze, Gummihandschuhe, Eimer und so weiter sowie ein bisschen Muskelkraft. Eine Portion gute Laune kann auch nicht schaden. Falls nicht vorhanden, wird der volksmundige Humor der Vereinsleute bestimmt für heitere Stimmung sorgen. Zu schwer ist die Arbeit auch nicht: Nach dem Einseifen des Brunnens wirft Horst Mundry wohl wie im Vorjahr wieder sein Spezial-Gebläse an, das den aufgeweichten Schmutz mit Wasserdruck wegpustet. Um 18 Uhr beginnt die Waschaktion am alten bernemer Wahrzeichen. Was der Hohe Brunnen für Bornheim bedeutete, ist in einem Familienarchiv von Emil A. Fester zusammengefasst worden. Der Eintrag war zugleich ein Bericht an das Tiefbauamt Frankfurt, als im Herbst 1951 die Reparatur den kriegsbeschädigten Sandsteinobelisken Thema im Römer war. Wie es im Bericht heißt, wurde der Hohe Brunnen im Jahr 1827 auf Veranlassung des damaligen Bornheimer Schultheißen Philipp Adam Ruehl gebohrt, um das notorische Wasserproblem im dem hoch gelegenen Dorf zu beheben.
Vier Brunnen gab es zwar bereits, doch sie reichten nicht aus. „Pfarrer Johann Fester von St. Johann in Bornheim und seine Frau, geborene Lauer, nahmen sich mit Begeisterung der Sache an und sammelten eine anschauliche Summe Geldes zum Bau des roten Obelisken", so notierte Emil A. Fester. Die Vorderseite des Hohen Brunnens ziert denn auch jene Inschrift: "Erbaut auf Kosten der Gemeinde Bornheim MDCCCXXVII", also im Jahr 1827. " So ströme denn hervor, wohltätige Quelle, lass hervorströmen diese klare und durchsichtige Flut! Sei ein Labsal den Durstigen, bringe Heil und Glück in jedes Haus, tränke das Erdreich und mache es fruchtbar !", so predigte Pfarrer Fester bei der Einweihung am 9. Dezember 1827. (dan)
   14. August 1999 Frankfurter Neue Presse
leer
leer leer
leer
leer leer foto foto foto
leer
leer leer Pfarrer Johann Peter Fester
1787 - 1860
Hoher Brunnen
Blickrichtung Johanniskirche
Catharina Rosina Fester, geb. Lauer
1783 - 1860
leer
leer leer
leer
leer leer Auf der Rückseite des "Hohen Brunnens", zur Johanniskirche hin, kann man folgende Namen lesen:

Beigeordnete
Valentin Reincke
Georg Ruehl

Gemeinde-Ausschuss
Andreas Heister
Adam Haefner
Adam Henss
Philipp Diehn
Georg Mattern
Friedrich Diether
Johannes Bloch
Adam Emmel
Conrad Vetter
Georg Schmidt
Michael Wiesenbach
Christoph Kaempf
Carl Heister
Peter Cornel
Friedrich Fischer

foto
leer
leer leer
leer
leer leer foto
Standort: Frankfurt am Main, Bornheim, auf dem Platz bei der Einmündung von "Alt-Bornheim" (füher Löbergasse), der "Berger Straße" und aus westlicher Richtung der "Gronauer Straße". Gegenüber der Kirchnerschule, Berger Straße 268.  Global Positioning System (GPS): N 50° 07' 43.22'' E 008° 42' 40.95''
Entwurf: Philipp Jakob Hoffmann 1827, städtischer Wasser-, Wege- und Brückenbauinspektor. Vater von Dr. Heinrich Hoffmann (1809-1894), Mediziner, Frankfurter Nervenarzt und Kinderbuchautor des "Struwwelpeters".
Material: Der Obelisk wurde, ebenso wie das Postament, aus rotem Mainsandstein gefertigt.
Geographische Lage siehe Foto bei Google Earth 2009

© Harald Fester (2012)

btn-hoch

leer

CSS Website Menu Css3Menu.com