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Hier könnte eigentlich die Schönheit des Alten Friedhofs in Darmstadt in Bildern dokumentiert werden, wenn da nicht das Verbot zum Fotografieren wäre... ... also keine Fotos. Kaum zu glauben, aber wahr: |
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Hinweis zum Friedhof: (Text auf einem Schild am Friedhoftor) Wissenschaftsstadt
Darmstadt |
| Fotografierverbot: | |
| Vorweg möchte ich erklären, dass ich als Privatperson ohne gewerbliche Interessen auftrete. Am Montag den 10.Mai 2004 ging ich auf den Alten Friedhof, um Denkmäler und Grabstätten von regional und überregionalen bekannten Persönlichkeiten aufzusuchen. Auf einem Hinweisschild am Eingang des Friedhofs (Verhalten auf dem Friedhof) steht, dass laut Friedhofssatzung § 5.3.d, das gewerbliche Fotografieren nicht gestattet ist. |
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Bei einem Gespräch mit dem Verwalter des Alten Friedhofs wurde ich
trotzdem darauf hingewiesen, dass ich zum Fotografieren eine Genehmigung einholen müsste. Bei einem Telefonat bei der zuständigen Stelle für diese
Genehmigungen beantwortete ich die Frage nach dem "Warum und Wozu" mit meiner Begeisterung am Fotografieren der Natur und alter Denkmälern. Um mein Hobby zu untermauern, gab ich
die Internetseite an, auf der meine Bilder zum Thema Friedhof und Trauer zu sehen sind. |
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| Die Entscheidung: | |
| Am 13.05.2004 rief mich
Herr R. zurück und sagte mir, dass er von einer Genehmigung Abstand nehmen wolle, weil bei einer Veröffentlichung im Internet unter
anderem Rechte von Künstlern verletzt würden. Weiterhin wäre die Rechtslage nicht geklärt, ob ich als Privatperson gelte, wenn ich Bilder ins Internet stelle. Er wolle mir die Genehmigung nicht erteilen. | |
| Unverständnis: | |
| Wie kann es nur angehen, dass die Begeisterung am Fotografieren von Natur und Denkmälern auf dem Darmstädter Friedhof mit solchen Verboten zunichte gemacht wird? Mir ist auch unbekannt, wenn ich Denkmäler fotografiere, dass ich Rechte von Künstlern verletze. Im Internet sind vielfach Bilder vom Alten Friedhof in Darmstadt zu finden. In Frankfurt am Main läuft sogar ein Fotowettbewerb über das Thema "Friedhof, Ort der Lebenden". Hier werden noch die Bürger zum Fotografieren mit solchen Veranstaltungen angeregt. Deshalb beschloss ich, um eine Ausnahmegenehmigung beim Magistrat der Stadt Darmstadt zu bitten. | |
| Bedenken auch vom Stadtrat: | |
| Keine
Erlaubnis verfügte auch der zuständige Stadtrat (Grüne) mit folgender
Nachricht:
Sehr geehrter Herr Fester, | |
| Reaktionen auf dieses Erlebnis... |
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Heinz Michels, 13.06.2004: |
Mich hat noch keiner angesprochen. ich knipse auf dem friedhof was ich will. allerdings stelle ich keine der pics ins web. du hättest das nicht sagen sollen. wie die links zeigen gehts ja auch so. |
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| Dieter Georg, 16.06.2004: |
Das Fotografierverbot ist für mich unverständlich, zumal eine Begründung
überhaupt nicht seitens der Stadt Darmstadt in dem Antwortschreiben
gegeben wurde. Ich selbst fotografiere seit Jahren auf vielen alten Friedhöfen die schönen Grabsteine aus der Epoche des letzten Jahrhunderts. Noch nie bin ich, ob in Paris, Venedig oder USA auf eine solches Verbot gestoßen. Auch in meiner Heimatstadt Frankfurt bin ich seit Jahren mit dem Foto auf unseren verschiedenen Friedhöfen, ob christlich oder jüdisch, unterwegs und dokumentiere die denkmalgeschützten Grabmale, bevor sie ganz zerfallen. Ob ich jetzt meine digitalen Fotos auf meiner Festplatte abspeichere, oder Sie privat ins Internet stelle, tut ja keinen Abbruch. Welche Rechte sollten eventuell hier verletzt sein ?? Ich habe gestern auf dem seit 1828 bestehenden Jüdischen Friedhof in Frankfurt/M. Rat-Beil-Straße einen stadtbekannten, langjährigen Fotografen getroffen, dem ich die Sache von Darmstadt geschildert habe. Er, der ja beruflich mit Urheberrecht zu tun hat, fand keine plausible Erklärung für dieses Fotografierverbot. Auf dem alten Peterskirchhof in Frankfurt/M., auf dem Goethes Eltern zwei Grabstätten haben, war im letzten Jahr ein Fotowettbewerb ausgeschrieben für diesen Friedhof, an dem ich auch teilnahm. Auch jetzt sind Fotografen aller Richtungen aufgerufen, bei einem Fotowettbewerb zum Frankfurter Hauptfriedhof teilzunehmen. Auch ich kenne eine Homepage, die für den privaten Bereich Bilder vom alten Darmstädter Friedhof (Grabstätten berühmter Leute) zur Verfügung stellt. Sie waren so anständig und haben um Erlaubnis ersucht, andere fotografieren einfach und stellen die Aufnahmen (unkommerziell) für interessierte Bürger ins Internet. Ich bin gespannt, Herr Fester, ob sich die Stadt Darmstadt vielleicht doch noch dazu entschließt, eine ausführliche Begründung nach zu liefern. |
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| N. N., 16.07.2004: |
Beim Kompetenzengerangel und eigenen Interessen bleibt eben nicht viel
übrig für den Bürger. Egal - so hätten die Darmstädter es auch nicht
machen müssen. Keine Namensnennung |
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| Peter G., 19.07.2004 |
Hai! Ich lese mir jedesmal die Friedhofssatzung durch, bevor ich anfange
zu fotografieren. Ein einziges mal wurde ich von der Verwalterin
angesprochen, die lief mir zufällig über den Weg. Ihre Bedenken waren
folgende: ich fotografieren die Kunstwerke und anhand der Bilder könnte
jemand den Friedhof aufsuchen und das Kunstwerk eben entwenden.
Irgendwie hat sie recht.... nur weiss ich eben nicht ob da wirklich ein
"Markt" besteht. Sie hat es mir nicht verboten und auch selber gesagt
sie könnte es mir nicht verbieten -> siehe Satzung.... Ich konnte sie
überzeugen :-) Tschau Peter |
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