| 1 |
Ich
bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir. |
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Denk nach, an wen oder was du dein Herz hängst. Laß dich nie von
Nebensächlichkeiten und Dingen so bestimmen, daß sie dich beherrschen. Wie
man sich bettet, so liegt man. |
| 2 |
Du
sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen; denn
der Herr wird den nicht unbestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. |
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Sprich
nicht so schnell von Gott, wie von etwas Banalem. Sei sparsam und überleg
genau, wenn du seinen Namen nennst. |
| 3 |
Du
sollst den Feiertag heiligen. |
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Gott
hat nicht ohne Grund einen Ruhetag eingeplant. Halte ihn ein, möglichst am
Sonntag, gönn dir Atempausen, und vergiß nicht, wer dich geschaffen hat.
Und zeig Gott deinen Dank. |
| 4 |
Du
sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir es wohl ergehe
und du lange lebest auf Erden. |
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Du
sollst Vater und Mutter ehren. Gut, wer seine Eltern aus ganzem Herzen
lieben kann, Respekt, wer bei schwierigen Beziehungen
es schafft, sie zumindest zu achten |
| 5 |
Du
sollst nicht töten. |
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Auch
nicht in Gedanken. Gott ist Herr über Leben und Tod. Von Anfang an und bis
zum Ende. Niemand sonst. Zum Töten gibt es keinen Grund, und Gott bewahre
uns vor Krieg und Notwehr. Und Rache, Selbstjustiz steht keinem Menschen zu. |
| 6 |
Du
sollst nicht ehebrechen. |
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Gib
nicht zu schnell auf, kämpf um deine Liebe, auch wenn's schwierig wird. Auch
wenn Du Abstand brauchst, um Dich vor lauter "Wir" neu selbst zu finden. |
| 7 |
Du
sollst nicht stehlen. |
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Das
meint nicht nur die Obergauner und die Taschendiebe. Das meint auch das
Verschweigen, das Retuschieren und den Ideenklau. Das meint auch Mißbrauch
von Arbeitskraft und übersteigerten Renditenwahn auf Kosten von
Arbeitsplätzen. |
| 8 |
Du
sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. |
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Die
Lust am Gerücht, das Tuscheln, die Lüge in verschiedenster Dosis. Mobbing
ist keine neue Erfindung. Nichts kann so verletzend sein wie vergiftete
Worte. |
| 9 |
Du
sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. |
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Oder in
der Fassung für Frauen: Deines Nächsten Mann. Dem ist nichts hinzuzufügen. |
| 10 |
Du
sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch
alles, was sein ist. |
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Neid
ist oft der Anfang. Man sieht immer nur das, was nicht ist, und vergißt,
was man hat. Sich bewußt werden, was oft so selbstverständlich scheint. |